Xoff | Christoph Pardey

 

Die Ergebnisse meines alltäglichen und speziellen Mitteilungsbedürfnisses sind auf meiner Website www.xoff.ch zu finden.

 

 

Lorenz über Xoff

Lorenz erinnert sich:

Irgendwann vor einer gefühlten Ewigkeit, die Nullerjahre laufen grad so richtig heiss, Motorola ist kein Boliden-Grandprix, sondern Pionierfactory für das eindäumige Leben dieser Tage, den Einstieg ins Internet gibts nur über ein trillerndes und rauschendes Dialup-Modem, in Paris brennen die Banlieus, Moshammer verlässt für immer Daisy… in eben dieser Zeit betritt ein charmanter Mann in kariertem Veston aus feinem Gewand das Hotel Les Trois Rois am Ufer des Rheins. Zum Blind-Date geladen von einem Inland-Touristenpärchen, auf der Suche nach einem kundigen Basel-Stadtführer. Gefunden haben wir eine ausgefallene Persönlichkeit, ein lieber und geschätzter Mensch, der in all den Jahren in unsere Familie gewachsen ist und uns immer wieder freudig überrascht und zum Staunen bringt!

Christoph…

  • der Marilyn Manson unter den Modellbauern
  • der Tom Waits unter den Fotografen
  • der Gogol Bordello unter den Traumtänzern
  • der Kris Kristofferson unter den Convoy-Truckern
  • der Il Postino der Auslandbestellungen
  • die Dita Von Teese unter den Schertrüüden
  • der Eddie the Eagle unter den Frauenhelden
  • der Easy Rider aus Kleinbasel
  • …mein sehr geschätzter Freund!

Xoff auf Reisen

Der Mensch Xoff, der auf diese Reise geht, ist ein vom Leben in der bisherigen Form etwas und teilweise müde gewordener Mann ein Jahrzehnt bevor er zum ersten Mal Rente erhält. Seine Töchter sind erwachsen und selbständig. Er steht in einer gefestigten und guten Beziehung. Er hat beruflich vieles erlebt. Irgendwie kann ihn im Alltag nicht mehr viel erstaunen, manchmal sogar nicht einmal erfreuen.

Ein Sabbatical! Eine Auszeit um neue Ideen, Motivation, Horizonte, Geschichten und Aussichten zu haben und entwickeln....davon habe ich schon viel gesprochen und geträumt. Eine gewisse Zeit wegzugehen, sich vom Alltag verabschieden, sich vom Leben tragen lassen - genau das hat mir Lorenz angeboten, als er mich fragte, ob ich mit ihm zusammen auf eine grosse Tour gehen wolle.

...hier wird noch weiter geschrieben...

Xoff zieht aus und lagert ein

Da ich mir das Halten meiner Wohnung finanziell nicht leisten kann und eine Untervermietung aus verschiedenen Gründen für mich nicht in Frage kam, entschied ich mich, meinen reduzierten Hausrat in einem Lager einzustellen. Ursprünglich war meine Idee, einen See-Container zu kaufen/mieten, zu füllen und dann zu lagern....aber diese Idee habe ich aus Kostengründen verworfen. 

Ein See-Container kostet rund 2500.--, das Transportieren jedes Mal 750.-- und die Lagerplatzmiete monatlich mindestens 250.--. Am Schluss wäre mich die Container-Lösung auf über 10'000.-- gekommen. Von den organisatorischen Schwierigkeiten was Beladen vor dem Haus, resp. der Werkstatt und das Finden einer geeigneten Lagerräumlichkeit, die klimatisch die Bedingungen für teilweise empfindlichen Hausrat (LPs, CDs, Dias (das sind alte, analoge Fotos auf folienartigem Trägermaterial, die man mit einem sogenannten Diaprojektor auf eine Leinwand projiziert), Bilder, etc. erfüllt und auch punkto Sicherheit/Diebstahlschutz praktikabel ist, ganz zu schweigen.

Mit Zebrabox habe ich einen Lagerraum-Anbieter gefunden, der in einer Vorortgemeinde von Basel ein Lagerhaus unterhält und der mir einen einigermassen verträglichen Preis angeboten hat. Mit rund 370.-- pro Monat zahle ich zwar immer noch wahnsinnig viel - vor allem wenn man bedenkt, dass die gemietete Box nur 3 x 3 x 3 m gross ist, also 9 m2 Fläche oder 27 mVolumen hat. So viel kostete noch keine meiner Wohnungen...41.- pro mist eigentlich der reine Wahnsinn (und das ohne irgendwelche Haustechnik wie Wasser, Strom, Badezimmer, WC, etc.)

Als erstes habe ich am Montag, 4. Feb. 2019, mein Bilder-Gestell, das ich in meinem Büro stehen hatte, in der Box aufgebaut. Es ist 2 m hoch. Dann wurde es mit den grossen und mittelgrossen Bildern gefüllt. Viele der Bilder sind von mir, einige waren Geschenke meines Grossvaters und meines Vaters (wobei diese eher kleine Bilder sind...viele Stiche und Zeichnungen) sowie - vor allem bei den grossen «Helgen» - einige Werke von Botond Gödri, dessen Wohnung und einen Teil seines Lagers ich vor rund 10 Jahren räumte. Die Werke, die mir gefielen, habe ich behalten und gehofft, einmal grosse Wände zu haben, um die Zeichnungen und Malereien zu präsentieren.

Als nächstes habe ich am 5.2.2019 Schachteln und Kisten transportiert und behelfsmässig in die Box gestellt...bevor ich definitiv einräumen kann, muss mindestens ein Hoch-Gestell aus der Werkstatt montiert werden, damit ich auch die Höhe von 3 m in der Box nutzen kann.

In der Wohnung sieht es dafür langsam luftig und leer aus - davon gibt's aber keine Fotos. Zu gross ist das Durcheinander als dass ich es dir zumuten möchte...;)

Xoff in Zahlen

30

Länder besucht

1239

Leute zum Lächeln gebracht im 2019

12

Haarlänge in mm

4

Minuten Werkzeuge gesucht heute

27

schöne Momente erlebt in diesem Jahr

150

Fotos geschossen seit 1. Januar

Thingies by Xoff

«Thingies by Xoff» sind die kleinen, feinen, meist mechanischen Teile, die ich in meiner Werkstatt neben den Schiffsmodellen und vielen anderen Dingen herstelle. Es sind nicht immer die besten und schönsten Dinge, aber sie haben alle viel Spass beim Fabrizieren gemacht...und darauf kommt es schliesslich an.

Ich freue mich, die diversen Teile in der Praxis unter schwersten Bedingungen zu testen und darüber zu berichten.

Tröten-Ventil-Betätigungs-Vorrichtung

Ausgangslage: Ventil der Tröten ist nicht ohne Veränderung oder Anpassung praktikabel. 

Idee: Eine Vorrichtung herstellen, die klein und stabil ist, die den Auslöseweg beschränkt und die optisch nicht aufträgt.

Ausführung: In meiner Modellbauwerkstatt mit Drehmaschine, Bohrfräse, jeglichem Werkzeug und verschiedensten Möglichkeiten stelle ich aus Teilen aus der Restenkiste ein einfaches, stabiles Teil her.

Ein Messingrund mit 30mm Durchmesser wird zu einem Rohr gebohrt und ausgedreht, das sich über das Originalventil der Tröten stülpen lässt.

ein Loch mit 10mm Durchmesser ist für die Druckleitung vorgesehen, die in die Befestigung integriert ist und in einem M10-Messingrohr läuft. 

Am Ende wo sich der zu betätigende Hebel befindet, schlitze ich das Rohr mit 2mm und löte hart ein Rundmessing mit 8mm Durchmesser ein, welches ebenfalls teilweise geschlitzt wird. Dabei achte ich darauf, dass der Schlitz im eingelöteten Lager eine Neigung von etwa 15° hat, was mir als Anschlag für den Hebel einen wird. Das Lager wird noch mit 2mm quer gebohrt, damit der Stift, der als Lager für den Hebel dient, eingedrückt werden kann.

Nach einigen Versuchen und Anpassungen dünkt mich die Funktion richtig, ohne dass ich es am Lastwagen, der in Bern steht, direkt testen kann.

Eine Zugfeder aus dem Fundus länge ich passend ab und hänge sie in die dafür vorgesehenen Löcher ein.

Wunderbar, das Teil funktioniert ohne Schwierigkeiten in der Hand…ob es seinen Dienst ebenso zuverlässig an der Druckluftleitung erledigt wollen wir sehen.

 

Gefederte ActionCam-Aufhängung im Streampunk-Stil

Ausgangslage: Die zu erwartenden Erschütterungen und Vibrationen auf den Naturstrasse in den Steppen Kasachstans, den Baustellen auf dem Karakorum-Highway oder den Furten in der Mongolei werden die Filmaufnahmen, die ich zu machen gedenke, stark verwackeln.

Idee: Gymbals oder andere Stabilisierungs-Utensilien sind beim Filmen sehr hilfreich, um das Wackeln von Händen und die Vibrationen von Fahrzeugen zu absorbieren. Leider finde ich im Internet keine Vorrichtung, die meinen Vorstellung entspricht und auch in ein Amateur-Budget passt. Also will ich in meiner Werkstatt eine gefederte Kamera-Aufhängung herstellen.

Ausführung: Messing aus der Restenkiste ist der Rohstoff auch dieses Teils. Verschiedene RundStangen aus Messing und ein Rest 8 x 8 mm Vierkant Messingrohr sowie ein durch einen edleren ersetzten Modellauto-Stossdämpfer stellen das Ausgangsmaterial dar.

Meine Idee ist, die ActionCam, eine alte JVC Adixxion, soll auf einem relativ schweren Stück Rundmessing befestigt werden. Diese hoffentlich relativ träge Masse soll in einer Halterung so leichtgängig eingebaut sein, dass sie sich auf und ab bewegen kann. Ein darunter eingebauter Stossdämpfer, den ich beim Tunen meines Axial Wraith zur Seite gelegt hatte, soll die Stösse und Vibrationen im Fahrbetrieb so gut wie möglich abfedern oder gar absorbieren.

Es macht ungemein Spass, sich bastelnd auf diese Reise vorzubereiten. Während der Stunden in der Werkstatt geniesse ich die kreative Ruhe, bin ganz in meiner Welt gefangen und verliere beinahe das Gefühl für Zeit und Raum.

Wie man sieht arbeite ich sehr gerne mit Messing. Dieses Metall lässt sich mit der Fräse und auf der Drehmaschine leicht bearbeiten.

Und es gefällt mir. Es verwittert/oxidiert sehr schön und lässt sich auch sehr gut und mit einem schönen Effekt brünieren.