Die Ausrüstung

Die Ausrüstung der Expedition ist ein zentrales Thema.

  • Was nehmen wir an Infrastruktur mit?
  • Was ist sinnvoll?
  • Was ist überflüssig?
  • Auf welche Eventualitäten müssen wir uns vorbereiten?

neuster Artikel | 23. März 2039 | Xoffs Arbeitsschuhe

Ursprünglich wollten wir richtig geile Stiefel von DEM Hersteller für professionelle Arbeitsschuhe, WESCO, in den USA bestellen. Die hätten etwa so ausgesehen:

Aber die tun ja so furchtbar kompliziert mit Liefern, sind schaurig schlecht im Kommunizieren - so dass es fast den Eindruck erweckt, sie wollten gar nicht ausserhalb der USA verkaufen. Nun, uns haben sie auch nichts verkauft. Wir liessen es. Wär eh etwas sehr teuer gewesen.

Aber einen Arbeitsschuh, der einen Überrollschutz («Stahlkappe») und einen Durchtrittsschutz gegen spitze Gegenstände von unten hat und vor allem Halt im Fussgelenk bietet, musste trotzdem her. Ich habe mich etwas schwer getan und dieses Thema bis fast zum letzten Moment vor mich hergeschoben...aber am Ende habe ich mit Unterstützung von Lorenz eine sehr gute Wahl getroffen: den «Lowa Renegade Work GTX Mid S3».

Eigentlich wollte ich sie ja in der Schweiz kaufen/bestellen…der angeschriebene Preis von rund CHF 160.-- wäre durchaus zu bezahlen gewesen.

Aber dann wollten sie fast 17 Franken Versandgebühren und wiesen noch drauf hin, dass Zoll und Abfertigungsgebühren dazu kommen…heisst also, das ist eine Deutsche Firma, die mit einer Schweizer Webadresse in die Schweiz verkauft und hierhin exportiert…und am Ende hätte ich zu den angegebenen rund 160.— eben diese 17.— Versand, 35.— Abfertigungsgebühren, wahrscheinlich etwa 13.— MwSt und vielleicht 10.— Zoll drauf zahlen müssen…total hätte das über den Daumen gepeilt 235.— gemacht.

Ich habe sie dann über Ebay Deutschland für 123.— € (CHF 145.—) gekauft und an meine Lieferadresse in Weil liefern lassen…Versand gratis…Lieferzeit 47 Stunden und 40 Minuten...:)

Soviel zur Beschaffung.

Heute Vormittag habe ich sie - nach dem gemütlichen und schönen Bummel über den Bärlauch-MatthäusMarkt und anschliessendem Super-Kaffee «Da Graziella» mit meiner grossen Liebe - in Weil am Rhein abgeholt und zurück in der Werkstatt sogleich angezogen.

  • Sie lassen sich sehr gut schnüren, sitzen fest ohne zu drücken. 
  • Das Gehen ist bei den ersten Schritten etwas ungewohnt, weil die durch den Trittschutz relativ steife Sohle auffällt, was aber durch die gefühlt «abgerundete» Unterseite (irgendwie hatte ich anfangs das Gefühl, als wären die Schuhe unten rund...) perfekt wett gemacht wird. Nach wenigen Schritten geht es sich perfekt und sehr angenehm.
  • Sie tragen sich äusserst angenehm. Fahrradfahren und Gehen, in der Werkstatt Abbauen, in die Knie gehen, Leiter besteigen...alles wie wenn ich Finken angehabt hätte.

Sie sind der absolute Oberhammer und ich bin sehr zufrieden! Ich kann sie sehr empfehlen - möchte aber anmerken, dass ich gesegnet bin mit einem Modellkörper. Alle Schuhe, alle Kleider passen mir wie angegossen wenn sie korrekte Grössen und Schnitte haben. 

Kameras

Fotografieren ist mir sehr wichtig! Mit meinen beiden Foto-Kameras bin ich sehr gut ausgerüstet und zufrieden. Sie sind qualitativ nicht zu vergleichen, aber auch die schwächere, die α6000, it bei guten Lichtverhältnissen eine durchweg brauchbare Kamera.

Meine Fotokameras sind folgende:

  • 1 Systemkamera Sony α 7R II mit rückwärtig belichtetem Vollformatbildsensor, E-Mount
  • 1 Systemkamera Sony α 6000 mit APS-C-Sensor, E-Mount

Filmen ist mir (noch) nicht so geläufig. Aber ich möchte trotzdem filmen - eher im ActionCam- als Kino-Stil. Will heissen, dass die Filmkameras wohl meist nicht aufwendig geführt werden, sondern am Lastwagen oder sonstwo befestigt werden und einfach drauflos gefilmt wird. Kleine Sequenzen möchte ich dann zu einer Compilation zusammenfassen. Vielleicht auch mal ein Interview.

Meine Filmkameras sind folgende:

Ein Quadcopter steht auch auf meiner Wunschliste...ich träume von Videos aus der Luft, wo der Blick noch viel weiter reicht. Momentan bin ich Fan der DJI Mavic2 Pro.

Objektive für die Sony-Kameras

Allround-Zoom-Objektive:

Decken den Brennweitenbereich von 10mm (Superweitwinkel) bis 600mm (Supertele) ab (beim APS-C-Sensor 15mm - 900mm wegen des Crop-Faktors). Diese Objektive sind vielseitig, dafür haben sie nicht ganz so grosse maximale Blendenöffnungen und sind auch in der Abbildung nicht absolute Spitze. 

Festbrennweiten:

Diese Objektive sind von sehr hoher Güte und Qualität, sowohl was die grösste Blendenöffnung als auch die Abbildungsqualität angeht. Durch die grosse Offenblende kann das Objekt gut freigestellt werden - will heissen, das Wichtige im Bild ist scharf und der Vorder- und Hintergrund sind unscharf. Und zwar wirklich unscharf.

Spezial- und Effekt-Objektive:

Diese Objektive sind wegen ihrer Effekteigenschaften mit im Gepäck.

Die beiden Meyer Görlitz-Objektive sind genauso hergestellt wie ihre 100-jährigen Originale und bilden auch so ab. Fotos, die mit diesen Objektiven gemacht werden, sind nicht über die gesamte Bildfläche so gestochen scharf wie man das von modernen Objektiven gewohnt ist. Sie erzeugen aber mit offener Blende ein unvergleichlich schönes Bokeh. Das ist die Art, wie die Unschärfe im Hintergrund gebildet wird. Ein schönes Beispiel für das sogenannte «soapbubble-bokeh» (Seifenblasen-Bokeh) ist diese Aufnahme aus dem Jahr 2016, als ich mit meiner Tochter Meret auf dem Heimweg vom Surf-Punk-Festival in Biarritz in Carcans stoppten:

Der Lensbaby Composer mit Sweet50-Einsatz ist ein speziell entwickeltes modernes Objektiv, das um ein scharfes Zentrum des Bildes sehr stark weichzeichnet und verzieht. Der vordere Teil des Objektivs ist kreisförmig schwenkbar, was das Zentrum der Schärfe im Bild beliebig verschieben lässt. So kann auch etwas in einer Ecke scharf gestellt werden. Zum Beispiel so (hier aber mit dem Zentrum der Schärfe ziemlich mittig im Foto):

Zubehör für Foto- und Film

Das Zubehör zu Kameras und Objektiven ist umfangreich...es sind viele kleine Dinge, an die gedacht werden muss.

  • Wechselakkus für alle Kameras. Damit ist ein leerer Akku kein Problem mehr - durch die 220V-Stromversorgung im Shelter sind diese auch leicht wieder aufladbar.
  • Tragesysteme: für die Fotokameras habe ich Gürtelclips und Sniper-Tragriemen
  • Stative: je ein leichtes Reise- und ein stabiles Stativ, sowie ein GorillaPod sind unerlässlich für Video, Langzeitbelichtungen, Time-Lapses, etc.
  • Fernauslöser für Selbstportraits: ein wichtiges Teil, will der Fotograf auch einmal auf einem Foto sichtbar sein.
  • Steuerung für Serien- und TimeLapse-Aufnahmen
  • SD-Karten:diese kleinen Speicherchips sind sehr praktisch, davon kann man nie genug haben. Sie können leicht ausgetauscht und versteckt werden.
  • Wartungsmaterial: Reinigunstücher für Linsen, Druckluft aus der Dose (wobei wir am Lastwagen Druckluft à Gogo habe...fehlt nur noch eine Druckluftpistole), ein Blasepinsel, ein Reinigungskit für die Sensoren
  • Licht: Blitzgeräte habe ich einfache, manuelle, die ich über einen Funkauslöser steuern kann. Eine LED-Videoleuchte mit Akkus sowie einen Faltreflektor für die Lichtsteuerung bei Portraitaufnahmen.
  • Transportkoffer: der sichere, wasserdichte und schockabsorbierende Transport der Fotoausrüstung ist Garant für das Funktionieren derselben, deshalb habe ich mich für einen qualitativ sehr guten Fotokoffer von TomCase entschieden. Er bietet mit seinen Massen (B 55cm x H 43cm x T 22cm) beiden Kameras und allen Objektiven (ausser den beiden grossen Tele-Zooms) bequem Platz.
  • Objektiv-Köcher: Damit nicht auf jeden Ausflug der grosse Kamerakoffer mitgenommen werden muss und die Wechselobjektive trotzdem geschützt sind, nehme ich ein paar Köcher von LowePro in verschiedenen Grössen mit.

Kommunikation

In Bezug auf die Kommunikation stellt sich grundsätzlich die Frage, wie stark man mit der gewohnten Welt in Kontakt bleiben will und muss. Wir sind es in unserem Alltag mittlerweile gewohnt, jederzeit erreichbar zu sein und Kontakt zu jedermann herstellen zu können. Keine Wartezeiten, alles geht «real time».

Lorenz besass noch nie ein mobiles Telefon. Er telefoniert nur über Festnetz. Und er schreibt Email und ist im Internet unterwegs. Und trotzdem erreiche ich ihn immer. Es dauert je nachdem eine Weile, bis er zurück ruft - aber er ruft immer zurück. Sofort wenn er bemerkt, dass ich angerufen habe.

So funktioniert das auch.

Wir planen nicht, täglich zu Hause anzurufen oder alle paar Stunden Status-SMS zu schicken und eine Whattsapp-Gruppe zu befriedigen - jedoch will ich den Blog schreiben, der einigermassen zeitnah aktualisiert werden soll.

Und wir wollen im Notfall Hilfe und/oder Unterstützung anfordern können.

Für solche Anliegen sehe ich verschiedene Ansätze:

  • herkömmliches Handy/Smartphone: entweder man kommuniziert mit der Schweizer- SIM-Karte, was meist hohe Kosten verursacht - oder man kauft sich in jedem Land eine SIM-Karte, was kompliziert und zeitaufwändig sein kann.
  • Satellitentelefon: hat überall Verbindung, da es direkt auf die Satellitenverbindung zugreift. Damit können m.W. «nur» Gespräche geführt werden. Lorenz hat so ein Teil, das er für seine einjährige Familienweltreise letztes mal benutzte.
  • WLAN-Device: das ist ein kleines Gerät, das einen WLAN-Hotspot bereitstellt. Es gibt zwei Arten: entweder wird wie beim Handy eine länderspezifische SIM-Karte benötigt (z.B. dieses von Huawei) oder das Gerät hat eine sogenannte virtuelle SIM und kann ohne jegliche Anmeldung überall benutzt werden (z.B. das Solis von Skyroam)

Ich habe mich für's Solis entschieden. 130 Länder werden abgedeckt (nur in der Mongolei funktioniert es scheinbar noch nicht)!

Und hübsch ist es auch!

Quelle

Es ist nicht gross - man kann es locker in die Tasche stecken.

Quelle

Die weiteren Eckdaten sind:

  • es können bis zu 5 Geräte verbunden werden
  • Solis nutzt 4G-Technologie (wo verfügbar)
  • Solis ist gleichzeitig auch eine Powerbank: es können andere Geräte aufgeladen daran werden
  • «lange» Akkulaufzeit für 16h Dauerbetrieb

Die Kosten sind überschau- und planbar, es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, das Gerät zu betreiben:

  • Daypass: kostet CHF 9.00 und gilt für 24 Stunden ab Einschalten des Geräts.
  • Monatspass: kostet CHF 89.00 (also so viel wie 10 Tagespässe)
  • Datenvolumen pro Monat (GoData): kostet € 8.-- pro GB und Monat.

Das Gerät ist sehr einfach zu konfigurieren und einzusetzen. Für die Konfiguration muss nur ein Computer, Smartphone oder Tablet damit verbunden werden, indem man sich wie bei jedem Hotspot mit dem auf der Unterseite angegebenen Passwort einloggt. Die Registrierung läuft vollautomatisch. Sobald ein Datenvolumen oder ein Tages- oder Monatspass gekauft ist, kann es auch ohne Verzögerungen losgehen mit Surfen.

Die Anleitungen sind hervorragend und auch für Laien einfach verständlich. Die Lieferung war prompt und die Aufmachung und die Karton-Verpackung sind sehr schön gestaltet.

Ich bin restlos begeistert von Solis!

Kommunikationskoffer

Ein Outdoor-Koffer von TomCase in orange zum Herbst-Aktionspreis von 49 € wird das Behältnis für Computer und Zubehör.

Da ich mit erheblichen Vibrationen während der Fahrt rechnen muss, werde ich alle empfindlichen Teile so gut wie möglich schützen...diese Koffer bieten sich dafür an. Auch für meine Kameras habe ich einen dieser Koffer...ebenfalls in Orange.

Diese Koffer können mit einer leicht unterteilbaren Schaumstoff-Füllung bestellt werden.

Zuoberst, eingeklemmt zwischen der Deckel-Dämpfung und der oberen Schamustoffplatte, liegt das MacBook.

Unter der unteren, etwa 30 mm dicken Schaumstoffschicht liegen die Sicherungs- und Zusatz-Festplatten, das Netzteil, die Maus, eine Tastatur (nicht auf dem Bild), das Skyroam SOLIS sowie diverse Kabel, Akkus und eine Swatch.

 

 

Fairphone 2 | Mobiltelefon

Bisher war ich eingefleischter iPhone-Nutzer - ein Mobiltelefon, das sich perfekt mit meinem Apple-Computer versteht. Aber die Modellpolitik, immer wieder neue, noch ausgefallenere, multifunktionalere, alles könnende Geräte auf den Markt zu schmeissen, sehr viel Geld dafür zu verlangen, Reparaturen zu verunmöglichen, Obsolenz einzubauen und überhaupt eher ein Lifestyle-Produkt als ein Telefon herzustellen, gefällt mir immer weniger. Hinzu kommt die ökologisch sehr fragwürdige Produktion solcher Geräte, die ungelöste Recycling-Frage, das Lohndumping in Entwicklungs- und Schwellenländern um uns einen «günstigen» Kaufpreis bieten zu können und die Tatsache, mit dem Kauf eines iPhone einen eigentlich sehr unsympathischen Grosskonzern zu unterstützen.

Als mein iPhone7 begann, seinen Geist aufzugeben, der Akku immer schwächer wurde und dann noch das Display brach und unsorgfältig repariert wurde, fing ich an, nach einer Alternative zu suchen.

So fand ich das Fairphone.

Quelle www.fairphone.com

Die Recherche auf der Website www.fairphone.com zeigte mir, dass dies mein nächstes Handy sein würde.

Es sprechen viele Argumente für ein Fairphone. Hier die aus meiner Sicht wichtigsten:

  • das einzige Handy mit einer fairen Wertschöpfungskette:
    • Rohstoffe werden fair abgebaut
    • keine Kinderarbeit
    • faire Arbeitsbedingungen
    • Rohstoffe nicht aus Konfliktgebieten
  • Recycling
    • Das gesamte Gerät wird recycelt wenn es nicht mehr zu gebrauchen ist - oder zur weiteren Verwendung aufbereitet (Herstellergarantie)
    • Forschung für Recyclingmethoden durch Fairphone
  • modularer Aufbau, dadurch langlebig
    • ich kann das Fairphone selber auseinander nehmen, reparieren und warten
    • neue Komponenten können separat gekauft und eingebaut werden
    • Reserve-Akku kann mitgeführt werden
  • 2 Sim-Slots
  • einfache Speicheraufrüstung durch SD-Karten-Slot

Quelle www.fairphone.com

Die Migration des iPhone-Inhalts ging tadellos und sehr einfach vonstatten, auch die Synchronisation mit einem Computer, resp. einer Cloud ist absolut problemlos und zuverlässig. Es funktioniert alles genauso gut wie mit jedem anderen Mobiltelefon.

Ich bin absolut begeistert!

Kaufempfehlung: in Basel kann das Fairphone (statt nur im Internet) auch in einem sympathischen Laden gekauft werden: Apartix neben Restaurant «Alter Zoll», Elsässerstrasse 129

Quelle www.fairphone.com